Anläßlich der Feierlichkeiten zum 275-jährigen Bestehen der Stadtrechte in Lengerich fand am Abend des 19. Mai 2002 eine Schlagerrevue in der dort hiesigen Gempthalle statt. Präsentiert wurde die Show von Willi Welp und seiner Company.

Wie Willi Welp in einer kurzen Einführung erklärte, hat es wohl in Lengerich schon lange Diskussionen über Erhalt oder Abriß der Halle gegeben. Die Entscheidung war zugunsten der Halle ausgefallen und die Schlagerrevue sei das letzte Konzert vor der Restaurierung.. 2004 soll die Halle dann mit einem Fest/Konzert, präsentiert ebenfalls von Willi Welp, wieder eröffnet werden.

Zeitiges Kommen sicherte gute Plätze in der großen, ausverkauften Halle. Vertreten waren die unterschiedlichsten Altersgruppen, die "Übermacht" behielten dennoch die Besucher der Altersgruppe zwischen 20 und 35 Jahren. Für gute Partystimmung war somit gesorgt.
(Was keinesfalls heißen soll, daß die ältere Generation ausschließlich aus Partymuffeln besteht.)

Kurz nach 20:00 Uhr war es dann soweit, die phantastische, einmalige Show begann! Die Darsteller heizten dem Publikum im ersten Teil kräftig mit Songs aus den 70-er Jahren ein. Eine "Auftauphase" war nicht notwendig, das Publikum ließ sich gleich zu Anfang zum kräftigen "Mitsingen" und "Mittanzen" animieren. Bemerkenswert war auch, wie sehr sich die Darsteller um Publikumsnähe bemühten. So war es keine Seltenheit, daß einem das ein oder andere Mal das Mikro vor die Nase gehalten wurde. (Wohl dem, der den Text des Songs kannte). Da aber ausschließlich bekannte Songs gespielt wurden, wäre selbst ein "falscher Text" vom Gesang des Publikums übertönt worden.

Kurz vor der Pause wurden dann zwei Gewinner des "Kostümwettbewerbes" gekürt, welcher im Vorfeld in der Zeitung angekündigt war. Ausschlaggebend für die "Jury" waren Personen, die sich entsprechend dem Flair der Schlagerzeit gekleidet hatten. Verlost wurden zwei von allen Akteuren handsignierte Plakate.

Der zweite Teil der Show lag ganz im Zeichen der "Neuen Deutschen Welle". Sollte es bis dato tatsächlich noch jemanden gegeben haben, der noch nicht "aus dem Häuschen" war, dann war er es spätestens jetzt.

Sonia Farke stand durchgehend auf der Bühne und brillierte u. a. mit Solostücken wie "Am Tag, als Connie Kramer starb", "Wunder gibt es immer wieder", der deutschen Version von "Waterloo", "Tretboot in Seenot", "99 Luftballons" etc.. Zu wahren Begeisterungsstürmen riß sie die Menge zusammen im Duett mit Willi Welp hin. Als beide den Song "Kleine Taschenlampe brenn" in romantischem Flair präsentierten, wurde die Halle ausschließlich von Feuerzeugen und Wunderkerzen hell erleuchtet.

Alles in allem wurde dem Publikum ein unvergeßlicher Abend präsentiert, an dem die Darsteller natürlich nicht ohne "Zugabe" davonkamen.




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