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Schon zu Lebzeiten waren sie Legende - das Gangsterpärchen Bonnie Parker und Clyde Barrow: Die lebenshungrige Kellnerin mit dem Traum von der Filmkarriere und der Kleinganove mit dem ausgeprägten Freiheitsdrang. Zwei Menschen, die beschlossen haben, sich nicht unterkriegen zu lassen und die sich ihen Platz an der Sonne ergattern wollen. Ihre schicksalhafte Begegnung ist der Beginn einer großen Liebe jenseits aller Regeln, es beginnt ein Leben auf der Überholspur, ein Tanz auf dem Vulkan...
Bonnie und Clyde erfreuten sich in den dreißiger Jahren eines regen Interesses. Als Liebes- und Gangsterpärchen waren Bonnie Parker und Clyde Barrow absolut medientauglich. Bereits für ihre Zeitgenossen stiegen sie zu einem Mythos auf, der 1967 durch Arthur Penns Film neu belebt wurde: Faye Dunaway und Warren Beatty spielten die Hauptrollen in "Bonnie und Clyde". Anders als der Film glauben machen will, waren sie nicht für spektakuläre Banküberfälle bekannt, sondern wurden wegen einer Vielzahl anderer Delikte gesucht. Hierzu gehörten zahlreiche Überfälle auf Händler, Einbrüche, Autodiebstähle -möglichst neue Ford-Modelle-, Entführungen und nicht zuletzt einige Todesfälle. Die Barrow-Bande überfiel lediglich vier Banken. Zwei Überfälle im November 1932 schlugen fehl, erst im Februar 1934 erbeuteten sie in Lancaster, Texas, rund 4.000 $ und zwei Monate später in Kansas 2.800 $. Das kann sie kaum berühmt gemacht haben. Und obwohl die Geschichte meist auf Bonnie und Clyde reduziert wird, operierten sie nie allein. Die beiden arbeiteten mit wechselnden Bandenmitgliedern und einige der insgesamt zwölf Todesfälle gingen auf das Konto solcher Kumpane, wurden aber letztlich Parker und Barrow zugeschrieben. Die Bande war gefürchtet und strahlte doch eine gewisse Faszination aus. Je weiträumiger man sie suchte, umso häufiger wurden sie gesehen, auch wenn sie nicht vor Ort war. Einige Überfälle, die von anderen begangen wurden, verbuchte die Polizei auf ihrem Konto. Typisch war der weite Aktionsradius. Die Bandenmitglieder waren heute in diesem, morgen in einem anderen Staat, schlüpften nach einem Überfall gekonnt durch Straßensperren, tauchten für zwei Wochen unter und an einer anderen Stelle wieder auf. Insgesamt entgingen sie drei Hinterhalten. In einem Fall lagen rund 100 bewaffnete Polizisten und Farmer im Gebüsch und eröffneten das Feuer. Sie konnten verletzt entkommen. Barrow und Parker waren sich ihrer Publicity sehr wohl bewußt. In einem überstürzt verlassenen Appartement ließen sie verschiedene Zeitungen zurück, in denen über ihre Aktivitäten berichtet wurde. Außerdem fand man Schnappschüsse, darunter das berühmte Bild von Bonnie, die mit Zigarre und Pistolen vor einem Ford Sedan posiert, sowie eines von Clyde mit zwei automatischen Gewehren vor demselben Auto. Die Zeitungen stürzten sich darauf, bedienten die Fotos doch gerade die Klischees, die man ihnen nur allzugern zuschrieb. Bonnie hatte sechs Wochen vor ihrem gewaltsamen Tod Gelegenheit, das Bild zu korrigieren. Sie tat es mit einem ironischen Wink, als sie einem entführten Sheriff auf dessen Frage, ob sie eine Botschaft habe, sagte: "Tell the papers I don't smoke cigars. I smoke cigarettes." Anfang 1934 setzte sich ein kleiner Suchtrupp der Regierung auf ihre Fährte und legte sich schließlich außerhalb von Arcadia im US-Bundesstaat Louisiana auf die Lauer. Als am Morgen des 23. Mai 1934 der Ford Sedan auftaucht, eröffnen die Beamten ohne vorherigen Anruf mit schweren Maschinengewehren das Feuer.
Mit der Hamburger Erstaufführung des Musicals von Paul Graham Brown gab Willi Welp sein Regie-Debüt. Andreas Simmendinger, die mit Willi Welp schon in vielen Musical-Produktionen zusammengearbeitet hat, hat die Musik für Hamburg neu arrangiert und übernahm die musikalische Leitung.
Sonia Farke spielte Bonnie Parker, Felix Powroslo spielte Clyde Barrow.

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